Arbeitsweise von Balintgruppen
Eine Balintgruppe setzt sich aus 6 bis max. 8 Teilnehmerinnen zusammen, die idealiter aus
ähnlichen Berufsgruppen kommen, um die eigene Feldkompetenz für das Verstehen des Arbeitsfeldes
einsetzen zu können.
Die TeilnehmerInnen treffen sich mindestens ein Jahr lang entweder vierzehntägig für 90 Minuten
oder einmal monatlich für 3 Stunden (2 x 90 Minuten). Dabei stellt jeweils ein/e TeilnehmerIn ein
berufliches Problem vor, die anderen assoziieren frei dazu. Die Leiterin hat dabei die Aufgabe,
die Zeitgrenzen zu halten, die Arbeit der Gruppe zu gewährleisten und gegebenenfalls Deutungen zu geben,
die das Lernen der Einzelnen wie der Gruppe vorantreibt.
In der regelmäßigen Balintarbeit trainieren die TeilnehmerInnen ihre Fähigkeit, sich selbst besser
in den verschiedenen sozialen Kontexten wahrzunehmen. Daneben lernen sie, das mit dem präsentierten
Problem verbundene Beziehungsangebot zu erkennen und zu deuten sowie angemessenere Gegenangebote zu
formulieren, damit die Klienten angemessenere, hilfreichere Lösungen finden können.
Balintarbeit ist für alle helfenden und beratenden Berufe, also Berater, Trainer, Manager etc.,
hilfreich, in denen der eigene Arbeitserfolg entscheidend davon abhängt, daß das mit dem präsentierten
Problem verbundene Beziehungsangebot der Klienten richtig verstanden und darauf mit einer adäquaten
Reaktion (Diagnose) reagiert wird. Balintarbeit hilft professionellen Helfern und Beratern,
die hinter dem vom Klienten präsentierten Problem liegende Problematik wahrzunehmen und konstruktiv
Lösungen für das tatsächliche Problem zu finden.
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